Definition
G-Code (auch NC-Code) ist die standardisierte Programmiersprache für CNC-Maschinen. G-Befehle steuern Maschinenbewegungen (G00 Eilgang, G01 Linearinterpolation, G02/G03 Kreisinterpolation), M-Befehle schalten Maschinenfunktionen (M03 Spindel ein, M08 Kühlmittel ein). Der G-Code basiert auf DIN 66025 / ISO 6983.
Detaillierte Erklärung
Ein G-Code-Satz besteht aus einem oder mehreren Worten: N (Satznummer), G (Wegbedingung), X/Y/Z (Koordinaten), F (Vorschub), S (Drehzahl), T (Werkzeug), M (Schaltfunktion). Beispiel: N10 G01 X50.0 Y25.0 F200 — Linearfahrt zu Position X50 Y25 mit Vorschub 200 mm/min.
Obwohl DIN 66025 den Kern standardisiert, haben alle Steuerungshersteller eigene Erweiterungen: Siemens nutzt CYCLE-Befehle (z.B. CYCLE83 für Tieflochbohren), FANUC hat G-Makros (G65), und Heidenhain bietet eine alternative Klartext-Programmierung neben dem ISO-Format.
Moderne Alternativen: ISO 14649 (STEP-NC) beschreibt die Bearbeitung werkstückorientiert statt werkzeugbahnbasiert, hat sich im Markt jedoch noch nicht breit durchgesetzt.
Arten & Varianten
G-Befehle (Wegbedingungen)
Steuern Bewegungsart und Koordinatensystem. Z.B. G00 (Eilgang), G01 (Linear), G90/G91 (Absolut/Inkremental).
M-Befehle (Schaltfunktionen)
Schalten Maschinenfunktionen. Z.B. M03 (Spindel CW), M05 (Spindel Stopp), M08/M09 (Kühlmittel ein/aus).
Zyklen
Herstellerspezifische Unterprogramme für wiederkehrende Bearbeitungen (Bohren, Gewinden, Taschenfräsen).
Normen & Standards
Programmierung numerisch gesteuerter Arbeitsmaschinen — definiert G- und M-Befehle.
Werkstückorientierte NC-Programmierung — Nachfolgestandard.