C LEXIKON

CNC-Steuerung

Computer Numerical Control — die elektronische Steuereinheit einer CNC-Werkzeugmaschine.

Definition

Die CNC-Steuerung (Computerized Numerical Control) ist das Herzstück jeder CNC-Werkzeugmaschine. Sie interpretiert das NC-Programm (G-Code), berechnet die Werkzeugbahnen durch Interpolation, koordiniert die Achsantriebe und überwacht den Bearbeitungsprozess in Echtzeit.

Detaillierte Erklärung

Moderne CNC-Steuerungen sind hochleistungsfähige Industriecomputer mit Echtzeitbetriebssystem. Sie verarbeiten den G-Code satzweise, führen eine Interpolation der Achsbewegungen durch und kommunizieren über Feldbusse (z.B. PROFINET, EtherCAT) mit den Servoantrieben.

Die drei Marktführer — Siemens SINUMERIK, FANUC und Heidenhain — decken über 80% des Weltmarkts ab. Die Wahl der Steuerung beeinflusst Programmiersprache, Zyklenumfang und die Möglichkeit zur Automatisierung erheblich.

Arten & Varianten

Siemens SINUMERIK

Weit verbreitete Steuerung in Europa, Modelle 808D bis 840D sl.

FANUC

Weltmarktführer, besonders in Asien. Modelle 0i bis 30i.

Heidenhain TNC

Spezialisiert auf Fräsmaschinen, bekannt für die Klartext-Programmierung.

Mazak MAZATROL

Dialogprogrammierung ohne G-Code-Kenntnisse.

Normen & Standards

§
DIN 66025 / ISO 6983

Programmierung numerisch gesteuerter Arbeitsmaschinen.

§
ISO 14649 (STEP-NC)

Objektorientierte NC-Programmierung — Nachfolger von ISO 6983.

Häufige Fragen

Welche CNC-Steuerung ist die beste?
Es gibt keine universell beste Steuerung. Siemens ist in Europa Standard, FANUC weltweit führend, und Heidenhain besonders beliebt für Fräsmaschinen.
Was ist der Unterschied zwischen NC und CNC?
NC (Numerical Control) arbeitete mit Lochstreifen und hatte keinen Speicher. CNC hat einen integrierten Computer für Programmspeicherung, Unterprogramme und Zyklen.

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