Definition
Beim Gegenlauffräsen (Conventional Milling) bewegen sich Werkzeug und Werkstück am Eingriffspunkt in entgegengesetzte Richtung. Die Spanungsdicke ist beim Eintritt null und nimmt zum Maximum hin zu. Dies erzeugt eine reibende Eintrittsphase, die zu höherem Verschleiß und schlechterer Oberfläche führt.
Detaillierte Erklärung
Das Gegenlauffräsen war vor der CNC-Ära das Standardverfahren, da konventionelle Maschinen Spiel in den Vorschubspindeln hatten. Die Schnittkraft drückt das Werkstück vom Fräser weg, was das Spiel kompensiert.
Heute wird Gegenlauffräsen nur noch in Sonderfällen eingesetzt: bei Maschinen mit Spiel, beim Schruppen von Gusshaut (harte, abrasive Randzone), oder bei stark schwankenden Aufmaßen.
Arten & Varianten
Konventionelles Umfangsfräsen
Nur sinnvoll bei Maschinen mit Spiel in den Führungen/Spindeln.
Normen & Standards
Fertigungsverfahren Spanen — Fräsen: Einordnung und Unterteilung.