Definition
Beim Gleichlauffräsen (Climb Milling) bewegen sich Werkzeug und Werkstück am Eingriffspunkt in die gleiche Richtung. Die Spanungsdicke ist beim Eintritt maximal und nimmt zum Austritt hin ab. Dies ist der Standard bei CNC-Maschinen mit spielfreien Kugelgewindespindeln.
Gleichlauffräsen in der Werkstatt prüfen
gleichlauffraesen in der CNC-Praxis sicher anwenden
Detaillierte Erklärung
Das Gleichlauffräsen bietet gegenüber dem Gegenlauffräsen entscheidende Vorteile: bessere Oberflächenqualität, bis zu 40% höhere Werkzeugstandzeit, geringere Schnittkräfte und reduzierte Ratterschwingungen. Der Grund: Der Span wird sauber von dick nach dünn geschnitten statt gerieben.
Voraussetzung ist eine spielfreie Maschinenmechanik (Kugelgewindespindel), da die Schnittkraft das Werkstück in den Fräser zieht. Bei CNC-Maschinen ist dies standardmäßig gegeben.
Arten & Varianten
Gleichlauf-Umfangsfräsen
Standard — bessere Oberfläche, geringerer Verschleiß, weniger Rattern.
Gleichlauf-Stirnfräsen
Beim Planfräsen dominiert die Eingriffsgeometrie die effektive Schnittrichtung.
Normen & Standards
Fertigungsverfahren Spanen — Fräsen: Einordnung und Unterteilung.
Häufige Fragen
Relevante Werkzeuge
Weiterführende Artikel
Quellen & Prüfstand
Zuletzt fachlich aktualisiert: August 2026. Die Einordnung nutzt Normbegriffe und Werkstatt-Richtwerte als Startpunkt; konkrete Schnittwerte müssen mit Werkzeug, Maschine und Werkstoff gegengeprüft werden.