S LEXIKON

Spindel

Die rotierende Hauptkomponente der CNC-Maschine, die das Werkzeug (Fräsen) oder Werkstück (Drehen) aufnimmt.

Definition

Die Spindel ist das zentrale Antriebselement einer CNC-Werkzeugmaschine. Beim Fräsen nimmt sie das Werkzeug auf und versetzt es in Rotation, beim Drehen rotiert das Werkstück. Spindelleistung, maximale Drehzahl und Lagersteifigkeit bestimmen die Bearbeitungsmöglichkeiten der Maschine.

Detaillierte Erklärung

Motorspindeln integrieren den Antriebsmotor direkt in die Spindel und ermöglichen hohe Drehzahlen (bis 60.000+ U/min für HSC). Riemengetriebene Spindeln bieten hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und sind in universellen Bearbeitungszentren verbreitet.

Die Spindelaufnahme (Werkzeugschnittstelle) definiert, welche Werkzeuge eingesetzt werden können: SK (Steilkegel, DIN 69871), HSK (Hohlschaftkegel, DIN 69893) für Hochgeschwindigkeit, oder BT (JIS-Standard, verbreitet in Asien).

Arten & Varianten

Motorspindel

Direktantrieb, hohe Drehzahlen (bis 60.000+ U/min). Standard in HSC-Maschinen.

Riemengetriebene Spindel

Hohes Drehmoment, niedrigere max. Drehzahl. Universell einsetzbar.

Getriebespindel

Mehrstufiges Getriebe für maximales Drehmoment beim Schruppen.

Formel

Leistung P = (M × 2π × n) / 60.000 [kW]

Normen & Standards

§
DIN 69871

Steilkegelschaft (SK) — Spindel-Werkzeug-Schnittstelle.

§
DIN 69893

Hohlschaftkegel (HSK) — für Hochgeschwindigkeitsbearbeitung.

Häufige Fragen

Was ist besser: SK oder HSK?
HSK bietet höhere Genauigkeit und Steifigkeit bei hohen Drehzahlen (> 12.000 U/min). SK ist günstiger und für universelle Bearbeitung ausreichend.

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