Definition
CAM (Computer Aided Manufacturing) ist die softwaregestützte Erstellung von NC-Programmen. Das CAM-System berechnet aus einem 3D-CAD-Modell die Werkzeugbahnen, simuliert die Bearbeitung auf Kollisionen und erzeugt über einen Postprozessor den maschinenspezifischen G-Code.
Detaillierte Erklärung
Der CAM-Workflow: 1. CAD-Modell importieren, 2. Spannlage und Rohteildefinition, 3. Bearbeitungsoperationen definieren (Schruppen, Restmaterial, Schlichten), 4. Werkzeuge und Schnittdaten auswählen, 5. Simulation und Kollisionsprüfung, 6. Postprozessor-Ausgabe als G-Code.
Führende CAM-Systeme 2026: Siemens NX (Highend, Luft- und Raumfahrt), Mastercam (Marktführer in Nordamerika), Hypermill (stark bei 5-Achs), Fusion 360 (Cloud-basiert, KMU), SolidCAM/iMachining (integriert in SolidWorks). Die Wahl hängt von Maschinenpark, Teileomplexität und Budget ab.
Arten & Varianten
2,5D-CAM
Für Prismenteile: Taschen, Bohrbilder, Konturen. Einfach und schnell.
3-Achs-CAM
Freiformflächen mit festem Werkzeugwinkel. Standard für Formenbau-Schruppen.
5-Achs-CAM
Simultane 5-Achs-Werkzeugbahnen für komplexe Freiformflächen und Hinterschnitte.
Normen & Standards
Standardisierter Datenaustausch zwischen CAM und CNC-Steuerung.