Definition
PKD (Polykristalliner Diamant, PCD) ist der härteste verfügbare Schneidstoff (bis 8000 HV). PKD-Werkzeuge werden für die Bearbeitung von Aluminium, Kupfer, Faserverbundwerkstoffen (CFK/GFK), Graphit und abrasiven Kunststoffen eingesetzt. PKD ist NICHT für die Eisenbearbeitung geeignet (Kohlenstoffdiffusion > 600°C).
PKD (Polykristalliner Diamant) in der Werkstatt prüfen
pkd in der CNC-Praxis sicher anwenden
Detaillierte Erklärung
PKD-Schneiden werden auf Hartmetall-Substrat gelötet und anschließend geschliffen. Die extrem harten, polierten Schneidkanten verhindern Aufbauschneidenbildung bei Aluminium und ermöglichen Schnittgeschwindigkeiten von vc > 1000 m/min. PKD-Standzeiten sind bei Aluminium 10–50× länger als bei Hartmetall.
Einsatzgrenzen: PKD darf nicht bei Stahl, Gusseisen oder Titan eingesetzt werden — bei Temperaturen > 600°C diffundiert der Kohlenstoff in den Eisenwerkstoff. Für diese Werkstoffe: CBN oder beschichtetes Hartmetall verwenden.
Arten & Varianten
PKD-Wendeschneidplatte
Gelötete PKD-Spitze auf HM-Substrat. Standard für Drehen und Fräsen von Aluminium.
PKD-Fräser (Vollbestückt)
Mehrere PKD-Schneiden für Hochleistungs-Aluminiumbearbeitung.
CVD-Diamant
Dünne Diamantschicht auf HM-Körper. Für abrasive Werkstoffe (GFK, Graphit).
Normen & Standards
Anwendungsgruppe N (NE-Metalle) — PKD als bevorzugter Schneidstoff.
Häufige Fragen
Relevante Werkzeuge
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Quellen & Prüfstand
Zuletzt fachlich aktualisiert: August 2026. Die Einordnung nutzt Normbegriffe und Werkstatt-Richtwerte als Startpunkt; konkrete Schnittwerte müssen mit Werkzeug, Maschine und Werkstoff gegengeprüft werden.