P LEXIKON ✓ Geprüft März 2026

Prozesssicherheit

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein CNC-Prozess fehlerfrei und reproduzierbar abläuft.

Definition

Prozesssicherheit beschreibt die Fähigkeit eines CNC-Fertigungsprozesses, reproduzierbar und fehlerfrei zu arbeiten. Ein prozesssicherer Prozess produziert 100 % Gutteile bei stabiler Standzeit, ohne Werkzeugbruch und ohne Bedienereingriff. Prozesssicherheit ist die Voraussetzung für mannlose Fertigung.

Detaillierte Erklärung

Einflussfaktoren: Maschinenzustand (Rundlauf, Achsspiel, thermische Drift), Werkzeugqualität (Rundlauf < 10 µm, korrekte Beschichtung), Spannmittel (Wiederholgenauigkeit < 5 µm), Kühlmittelversorgung (Konzentration, Druck, Menge) und Werkstoffkonsistenz (Härte-Schwankungen im Rohmaterial).

Monitoring-Systeme: Leistungsüberwachung (erkennt Werkzeugverschleiß und -bruch), Körperschallsensoren (erkennen Rattern und Kollisionen), Messtaster-Zyklen (automatische Maßkontrolle und Nachkorrektur). Diese Systeme ermöglichen mannlose Schichten mit > 99 % Gutanteil.

Arten & Varianten

Statische Prozessfähigkeit (Cp/Cpk)

Statistisches Maß: Cpk ≥ 1,33 = prozessfähig, Cpk ≥ 1,67 = sicher prozessfähig.

Werkzeugüberwachung

Echtzeit-Monitoring von Leistung und Körperschall zur Brucherkennung.

Formel

Cpk = min((USL - µ), (µ - LSL)) / (3σ)

Normen & Standards

§
DIN ISO 22514

Statistische Methoden im Prozessmanagement — Fähigkeit und Leistung.

Häufige Fragen

Was bedeutet Cpk 1,33?
Cpk ≥ 1,33 bedeutet: Der Prozess ist fähig, die Toleranzen einzuhalten. Die Streuung ist so klein, dass statistisch nur 63 Teile pro Million außerhalb der Toleranz liegen (6σ-Qualität).

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