Definition
Planfräsen (Stirnfräsen) ist die Bearbeitung ebener Flächen mit der Stirnseite des Fräsers. Der Fräserdurchmesser ist deutlich größer als die Schnittbreite ae. Planfräser mit Wendeschneidplatten (Einstellwinkel 45° oder 90°) erreichen hohe Zeitspanvolumina und gute Oberflächenqualitäten in einem Arbeitsgang.
Detaillierte Erklärung
Planfräsen Schnittdaten hängen vor allem von Werkstoff, Schneidstoff, Fräserdurchmesser, Schnittbreite ae, Schnitttiefe ap und gewünschter Oberfläche ab. Für die Praxis zuerst vc und fz bestimmen, daraus Drehzahl und Vorschub berechnen und anschließend Leistung sowie Bearbeitungszeit prüfen.
Planfräsen berechnen heißt: Werkstückbreite messen, Fräserdurchmesser mit Überstand wählen, ae/ap festlegen, vf berechnen und daraus Hauptzeit sowie Zeitspanvolumen ableiten. Für eine schnelle Kontrolle führen die Rechner zu Schnittdaten, Bearbeitungszeit und Schnittleistung.
Für optimale Planheit darf die Fräsermitte nicht mittig über dem Werkstück fahren — der Fräser sollte versetzt positioniert werden (Überstand ca. 70–80 % des Fräserdurchmessers). So schneiden alle Schneiden gleichmäßig und die Oberfläche wird plan.
Wiper-Wendeschneidplatten ermöglichen Ra < 0,8 µm bei doppeltem Vorschub: Eine einzelne Wiper-Schneide im Plattensatz glättet die Vorschubmarkierungen der übrigen Schneiden. Einschränkung: Nur eine Wiper-Platte pro Fräser, exakte Planlage erforderlich.
Arten & Varianten
Planfräser 45°
Einstellwinkel 45°: dünnere Späne, weniger Schnittkraft, hohe Passivkraft.
Planfräser 90°
Eckfräser: für Schultern und dünnwandige Werkstücke, keine Passivkraft.
Rundplattenfräser
Variable Einstellwinkel durch runde Schneideinsätze, ideal für instabile Bedingungen.
Formel
Normen & Standards
Fertigungsverfahren Spanen — Fräsen: Stirnfräsen.