W LEXIKON 2× zitiert ✓ Geprüft März 2026

Werkzeugkorrektur

Kompensation der Werkzeugabmessungen (Länge, Radius) in der CNC-Steuerung.

Definition

Die Werkzeugkorrektur gleicht die tatsächlichen Werkzeugmaße (Länge und Radius) in der CNC-Steuerung aus. Die Längenkorrektur (G43/G44) verschiebt die Z-Achse, die Radiuskorrektur (G41/G42) versetzt die XY-Bahn. So kann das NC-Programm in Fertigmaßen programmiert werden, unabhängig vom konkreten Werkzeug.

Detaillierte Erklärung

Werkzeuglängenkorrektur: Die Z-Position des Werkzeugs wird um die gemessene Werkzeuglänge korrigiert. In der Werkzeugtabelle der Steuerung wird für jedes Werkzeug L (Länge) und R (Radius) hinterlegt. G43 H[Nr.] aktiviert die Korrektur für Werkzeug Nr.

Verschleißkorrektur: Zusätzlich zur Grundkorrektur können Verschleißwerte (ΔL, ΔR) eingetragen werden, um den Werkzeugverschleiß zu kompensieren, ohne die Grundlänge zu ändern. Dies ermöglicht schrittweises Nachkorrigieren in der Serienproduktion.

Arten & Varianten

Längenkorrektur (G43/G44)

Z-Verschiebung um die Werkzeuglänge. Standard bei jeder CNC-Bearbeitung.

Radiuskorrektur (G41/G42)

XY-Versatz um den Werkzeugradius. Für Konturfräsen in Fertigmaßen.

Verschleißkorrektur

Zusätzliche feine Korrekturwerte für Verschleißkompensation.

Formel

Z_korrigiert = Z_programmiert + L_werkzeug + ΔL_verschleiß

Normen & Standards

§
DIN 66025

G43/G44 Werkzeuglängenkorrektur, G41/G42 Radiuskorrektur.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn die Werkzeugkorrektur falsch ist?
Falsche Längenkorrektur: Werkzeug fährt zu tief oder zu hoch ins Werkstück — Ausschuss oder Kollision. Falsche Radiuskorrektur: Konturmaße stimmen nicht. Werkzeuge immer vor dem ersten Einsatz messen!

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