K LEXIKON 1× zitiert ✓ Geprüft März 2026

Kontur(fräsen)

Werkzeugbahn entlang einer definierten 2D- oder 3D-Kontur zur Außen- oder Innenbearbeitung.

Definition

Konturfräsen ist die Bearbeitung einer definierten Werkstückkontur durch Umfahren mit dem Fräser. Das Werkzeug fährt mit Fräserradiuskorrektur (G41/G42) entlang der programmierten Kontur. Man unterscheidet Außenkontur (Werkzeug links/rechts der Kontur) und Innenkontur (Taschenwand).

Detaillierte Erklärung

Die Fräserradiuskorrektur (G41 = links, G42 = rechts der Kontur) berechnet die tatsächliche Werkzeugbahn unter Berücksichtigung des Fräserradius. So kann die Kontur direkt als Fertigmaß programmiert werden — bei Werkzeugwechsel (anderer Radius) bleibt das Programm identisch.

An- und Abfahrstrategie: Das Werkzeug darf nicht senkrecht in die Kontur einfahren — das erzeugt Werkzeugmarken. Stattdessen: Tangentiales Anfahren über Kreisbogen oder Gerade, dann Konturumfahrung, dann tangentiales Abfahren. In der Steuerung: Anfahrt im G41/G42-Satz programmieren.

Arten & Varianten

Außenkontur

Umfahren einer Werkstückaußenkontur. Werkzeug auf der Abfallseite.

Innenkontur

Bearbeitung einer Innenwand (Tasche, Bohrung). Werkzeug innen.

3D-Kontur

Simultane Z-Achsbewegung während XY-Kontur. Für Schrägen und Freiformflächen.

Normen & Standards

§
DIN 66025

G41/G42 Fräserradiuskorrektur — Standard für Konturprogrammierung.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen G41 und G42?
G41 = Fräserradiuskorrektur links (Werkzeug links von der Kontur in Vorschubrichtung). G42 = rechts. Bei Außenkontur im Gleichlauf: G42, bei Gegengleichlauf: G41.

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