Definition
Konturfräsen ist die Bearbeitung einer definierten Werkstückkontur durch Umfahren mit dem Fräser. Das Werkzeug fährt mit Fräserradiuskorrektur (G41/G42) entlang der programmierten Kontur. Man unterscheidet Außenkontur (Werkzeug links/rechts der Kontur) und Innenkontur (Taschenwand).
Detaillierte Erklärung
Die Fräserradiuskorrektur (G41 = links, G42 = rechts der Kontur) berechnet die tatsächliche Werkzeugbahn unter Berücksichtigung des Fräserradius. So kann die Kontur direkt als Fertigmaß programmiert werden — bei Werkzeugwechsel (anderer Radius) bleibt das Programm identisch.
An- und Abfahrstrategie: Das Werkzeug darf nicht senkrecht in die Kontur einfahren — das erzeugt Werkzeugmarken. Stattdessen: Tangentiales Anfahren über Kreisbogen oder Gerade, dann Konturumfahrung, dann tangentiales Abfahren. In der Steuerung: Anfahrt im G41/G42-Satz programmieren.
Arten & Varianten
Außenkontur
Umfahren einer Werkstückaußenkontur. Werkzeug auf der Abfallseite.
Innenkontur
Bearbeitung einer Innenwand (Tasche, Bohrung). Werkzeug innen.
3D-Kontur
Simultane Z-Achsbewegung während XY-Kontur. Für Schrägen und Freiformflächen.
Normen & Standards
G41/G42 Fräserradiuskorrektur — Standard für Konturprogrammierung.