G LEXIKON 2× zitiert ✓ Geprüft März 2026

Gegenlauffräsen

Fräsverfahren, bei dem Schnitt- und Vorschubrichtung am Eintrittspunkt gegenläufig sind.

gegenlauffraesen: Definition, Praxisprüfung und direkter Weg zum passenden CNC-Rechner.

Definition

Beim Gegenlauffräsen (Conventional Milling) bewegen sich Werkzeug und Werkstück am Eingriffspunkt in entgegengesetzte Richtung. Die Spanungsdicke ist beim Eintritt null und nimmt zum Maximum hin zu. Dies erzeugt eine reibende Eintrittsphase, die zu höherem Verschleiß und schlechterer Oberfläche führt.

PRAXISPRÜFUNG

Gegenlauffräsen in der Werkstatt prüfen

gegenlauffraesen in der CNC-Praxis sicher anwenden

1 Spiel in Vorschubachsen vor der Strategieentscheidung berücksichtigen.
2 Bei instabiler Maschine kann Gegenlauf ruhiger sein.
3 Oberfläche und Werkzeugverschleiß gegen Gleichlauf vergleichen.
Definition Kennwert Rechner Check Begriff klären Wert einordnen Parameter prüfen Maschine sichern Von Lexikon zu Rechner, Tabelle oder Ratgeber weiterarbeiten
Prüfablauf für Gegenlauffräsen: Begriff klären, Kennwert einordnen, Rechner nutzen und Maschinenlimit prüfen.

Detaillierte Erklärung

Das Gegenlauffräsen war vor der CNC-Ära das Standardverfahren, da konventionelle Maschinen Spiel in den Vorschubspindeln hatten. Die Schnittkraft drückt das Werkstück vom Fräser weg, was das Spiel kompensiert.

Heute wird Gegenlauffräsen nur noch in Sonderfällen eingesetzt: bei Maschinen mit Spiel, beim Schruppen von Gusshaut (harte, abrasive Randzone), oder bei stark schwankenden Aufmaßen.

Arten & Varianten

Konventionelles Umfangsfräsen

Nur sinnvoll bei Maschinen mit Spiel in den Führungen/Spindeln.

Normen & Standards

§
DIN 8589-3

Fertigungsverfahren Spanen — Fräsen: Einordnung und Unterteilung.

Häufige Fragen

Wann sollte man Gegenlauffräsen verwenden?
Bei älteren Maschinen ohne Spielausgleich, beim Schruppen von Gusshaut oder wenn stark schwankende Aufmaße vorliegen.

Relevante Werkzeuge

Weiterführende Artikel

Quellen & Prüfstand

Zuletzt fachlich aktualisiert: August 2026. Die Einordnung nutzt Normbegriffe und Werkstatt-Richtwerte als Startpunkt; konkrete Schnittwerte müssen mit Werkzeug, Maschine und Werkstoff gegengeprüft werden.

DIN 6580DIN 6581DIN 6584ISO 513ISO 3685DIN 66025 / ISO 6983Tabellenbuch Metall